Nassau

Orgel von 1748

 

Foto: Michael Lange

Den Vertragsentwurf zum Bau der Nassauer Orgel unterzeichnete Gottfrieds Vetter Johann George Silbermann am 29. März 1745. Den endgültigen Vertrag unterschrieb dann Gottfried Silbermann am 24. August. 1745 wurde die Gemeinde durch den Zweiten Schlesischen Krieg schwer getroffen. Damit verzögerte sich der bereits in Auftrag gegebene Orgelbau bis 1748.

Erst vom späten 19. Jahrhundert an sind wir über Reparaturen informiert. 1960 wurde auf Anraten Ulrich Dähnerts der Winddruck durch Gebrüder Jehmlich auf 70 mm WS gesenkt, aufgrund daraus resultierender Windstößigkeit jedoch kurz darauf wieder erhöht. Gleichzeitig erhielt die Orgel eine schaltbare Pedalkoppel. 1998 fand eine Restaurierung nach denkmalpflegerischen Grundsätzen durch Jehmlich Orgelbau, Dresden, unter der Leitung von Chefrestaurator Andreas Hahn statt.

 

Disposition (II/19)

Hauptwerk, I. Manual
(C, D – c³)

PRINCIPAL. 8.Fuß.
Rohr„Flöthe. 8.Fuß.
QVINTADENA. 8.Fuß.
OCTAVA. 4.Fuß.
Spitz„Flöthe. 4.Fuß.
QVINTA. 3.Fuß.
OCTAVA. 2.Fuß.
CORNETT. (3fach ab c¹)
MIXTUR. 4.fach.

Hinterwerk, II. Manual
(C, D – c³)

Gedackt. 8.Fuß.
Rohr„Flöthe 4.Fuß.
NASAT. 3.Fuß.
OCTAVA. 2.Fuß.
QVINTA. 1½.Fuß.
SUFFLET. 1.Fuß.
SESQVIALTERA (4/5´ ab c¹ 13/5´)
CIMBEL. 2.fach.

Pedal (C, D – c¹)

SUB-BASS. 16.Fuß.
POSAUNEN-BASS. 16.Fuß.
Klengel.

Nebenregister

TREMVLANT.
Schiebekoppel II/I
VENTIL. (= Pedalkoppel I/P)

Stimmtonhöhe

Chorton, gegenwärtig a¹: 469 Hz.

Stimmung

Ursprünglich vermutlich »wohltemperiert«, seit 1998 Rekonstruktion nach Frank-Harald Greß, mit zwei reinen Quinten.

Cent-Werte

c 0, cis 93,6, d 197,4, es 299,2, e 395,6, f 500,9, fis 594,4, g 698,1, gis 795,5, a 895,9, b 1001,2, h 1094,5

Quelle 2007: Frank-Harald Greß „Die Orgeln Gottfried Silbermanns“