Oederan

Orgel von 1772

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Foto: Harry Tietz

Im Februar 1727 war die Orgel fertiggestellt und wurde im Mai zusammen mit der neu erbauten Kirche eingeweiht. Im Zuge der neugotischen Umgestaltung des Kirchenraums 1890/92 erhielt die Orgel ein entsprechendes neues Gehäuse aus der Kunsttischlerei Ernst Weißbach, Dresden. Gleichzeitig tauschten die Gebrüder Jehmlich, Dresden, zwei Register aus und stellten 1902/03 zeitgemäße Kammertonstimmung her. 1937 baute die Firma Hermann Eule, Bautzen, die ausgetauschten Register wieder ein, fügte jedoch 1941 eine „Dulzflöte 8’“ hinzu. Weitere Restaurierungen durch Firma Eule folgten 1968 und 1992/93. Gegenwärtig besitzt die Orgel außer der Originaldisposition einen zusätzlichen Tremulanten für das Oberwerk und seit 1997 eine von Christian Reinhold, Bernstadt, eingesetzte Vox humana 8’ im Hauptwerk.

Disposition

Hauptwerk, I. Manual

Bourdun 16Fuß
Principal 8Fuß
Rohrflöte 8Fuß
Octava 4Fuß
Spitzflöte 4Fuß
Quinta 3Fuß
Octava 2Fuß
Cornet 3Fach (ab c¹)
Mixtur 3Fach
Cymbel 2Fach
Vox humana 8Fuß

Oberwerk, II. Manual

Gedackt 8Fuß
Quintaden 8Fuß
Principal 4Fuß
Rohrflöte 4Fuß
Nassat 3Fuß
Octava 2Fuß
Tertia 13/5Fuß
Quinta 11/2Fuß
Sifflöt 1Fuß
Mixtur 3Fach

Pedal

Principalbaß 16Fuß
Octavbaß 8Fuß
Posaunenbaß 16Fuß
Trompete 8Fuß

Nebenregister

Tremulant Hauptwerk
»Schwebung« Oberwerk (Tremulant)
Schiebekoppel II/I
Pedalkoppel

Klaviaturumfänge: Manuale C, D – c3, Pedal C, D –
Stimmtonhöhe: Chorton, gegenwärtig 437 Hz/a1
Stimmungsart: gegenwärtig gleichstufig

Quelle 2007: Frank-Harald Greß „Die Orgeln Gottfried Silbermanns“