Konzert mit Ingo Wagner

Mit „Celtic Pipes“ zurück in die Heimat – Ingo Wagner konzertiert an der Silbermann-Orgel in Großkmehlen
Für den Organisten und Komponisten Ingo Wagner ist das kommende Konzert in Großkmehlen weit mehr als ein weiterer Auftritt. Es ist eine musikalische Rückkehr an einen Ort, der ihn seit seiner Kindheit geprägt hat. In seiner Heimatgemeinde präsentiert er unter dem Titel „Celtic Pipes“ ein außergewöhnliches Konzertprogramm, das barocke Meisterwerke mit eigenen Kompositionen verbindet und die klanglichen Möglichkeiten der berühmten Silbermann-Orgel eindrucksvoll zur Geltung bringt.
Schon als Kind war Wagner von den Klängen historischer Orgeln fasziniert. Die Begeisterung für dieses Instrument begleitete ihn auf seinem gesamten musikalischen Weg – vom ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren über den Besuch einer Musikspezialschule bis hin zum Studium der Fächer Klavier und Orgel an der Universität der Künste Berlin. Besonders die Musik Johann Sebastian Bachs wurde zu einem wichtigen Wegweiser seiner künstlerischen Entwicklung.
Dass er nun in seinem Heimatort an einer der bedeutenden historischen Orgeln konzertieren darf, hat für ihn eine besondere Bedeutung. Die von Gottfried Silbermann erbaute Orgel in der Großkmehlener Kirche zählt zu den wertvollen erhaltenen Instrumenten des berühmten Orgelbaumeisters und begeistert bis heute mit ihrem charakteristischen Klang.
Im Zentrum des Konzerts stehen diesmal nicht nur die Werke großer Komponisten vergangener Jahrhunderte, sondern auch Wagners eigene Musik. Mit dem titelgebenden Stück „Celtic Pipes“ sowie Kompositionen wie „Galaxy“, „Two Pipers“ und „March of Wedding“ stellt er Werke vor, die von der Klangwelt der keltischen Musik inspiriert sind. Kraftvolle Rhythmen, eingängige Melodien und emotionale Stimmungen treffen dabei auf die majestätische Klangfülle der Orgel. Die Musik erzählt Geschichten, weckt Bilder und nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise zwischen Tradition und Fantasie.
Den Gegenpol zu diesen zeitgenössischen Werken bilden Kompositionen Johann Sebastian Bachs. Besonders die berühmte „Toccata und Fuge d-Moll“ besitzt für Wagner eine ganz persönliche Bedeutung. Bereits als Kind träumte er davon, dieses Werk selbst einmal spielen zu können. Heute gehört es zu den Stücken, die ihn als Musiker besonders geprägt haben und die er mit großer Leidenschaft interpretiert.
So verbindet das Konzert auf besondere Weise persönliche Erinnerungen, musikalische Leidenschaft und jahrhundertealte Klangkultur. Für Ingo Wagner schließt sich damit ein Kreis: Als studierter Organist kehrt er mit seinen eigenen Kompositionen und den Werken seiner musikalischen Vorbilder in den Ort zurück, in dem seine Begeisterung für die Musik ihre Wurzeln hat.
Das Publikum erwartet ein abwechslungsreicher Konzertnachmittag voller Energie, Emotionen und beeindruckender Klangfarben – von den meisterhaften Werken Bachs bis zu den keltisch inspirierten Eigenkompositionen eines Musikers, der seiner Heimat bis heute eng verbunden geblieben ist.