4. Erzgebirgischer Orgelsommer

Vom 9. Juni bis 24. August findet der Erzgebirgische Orgelsommer in den Kirchen von Großhartmannsdorf, Lengefeld, Zöblitz und Forchheim statt. Zum Abschluss führt eine Orgelfahrt nach Tuttendorf, Niederschöna und Herzogswalde. Neben drei Silbermann-Orgeln erklingen auch Instrumente von zwei Silbermann-Schülern und Nachfolgern, Johann Georg Schön, Adam Gottfried Oehme und Zacharias Hildebrandt.

Am 29. Juni 2024 spielt der österreichische Organist Gustav Auzinger die Hildebrandt-Orgel in der Kirche zum Heiligen Kreuz Lengefeld. Zacharias Hildebrandt (1688–1757) war Schüler Gottfried Silbermanns. Entgegen einer Vereinbarung im Lehrvertrag errichtete er 1726 die Lengefelder Orgel mitten in Silbermanns unmittelbarem Wirkungsgebiet, was zu einem Rechtsstreit der beiden führte. Daraufhin ließ Hildebrandt sich in Leipzig nieder und wurde dort zu J. S. Bachs bevorzugtem Orgelbauer. Aus heutiger Sicht ist es ein Glücksfall, mitten im Erzgebirge die kostbare Lengefelder Orgel aus der Werkstatt von Silbermanns wohl begabtestem Meisterschüler zu haben.

Für sein Konzert in Lengefeld hat Auzinger ein Programm mit Werken von Georg Muffat, Johannes Speth, Georg Andreas Sorge, Johann Sebastian Bach und Michael Haydn mitgebracht. Sämtliche Komponisten sind Zeitgenossen von Zacharias Hildebrandt. Vor dem Konzert lädt Jan Katzschke, Künstlerischer Leiter des Erzgebirgischen Orgelsommers, um 16.00 Uhr zur Orgelführung ein.

Der Eintritt zu Führung und Konzert ist frei.

Einen Überblick über alle Orgelsommer-Konzerte finden Sie hier.