„heimat//welt“: Silbermann-Tage vom 3. bis 12. September 2021

Buchung der Festival-Tickets ab 1. Mai möglich

Was passiert, wenn sich die eigene Lebenswelt auf das heimatliche Umfeld reduziert? Wenn globale Themen plötzlich vor der eigenen Haustür stehen? Wenn die persönlichen Sorgen zugleich die Milliarden anderer Menschen sind? heimat//welt – so lautet das Motto der Silbermann-Tage 2021. Der scheinbare Gegensatz der beiden Begriffe Heimat und Welt löst sich in der Pandemie auf und verschwimmt. Das Festival vom 3. bis 12. September 2021 will diese besondere Zeit reflektieren und nach vorne schauen. Ein herausragender Kreis internationaler Künstler:innen ist eingeladen und wird das Publikum mitnehmen auf eine Reise zu den jeweils eigene Sichten und Sehnsüchten von Heimat und Welt. Im Mittelpunkt der Silbermann-Tage stehen die meisterhaften barocken Orgeln Gottfried Silbermanns, die bis heute eine einzigartige und authentische Orgellandschaft bilden. An ihnen messen sich auch die besten Nachwuchsorganisten beim parallel stattfindenden XV. Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb – einem der wichtigsten Wettbewerbe an historischen Orgeln. 24 Veranstaltungen an zehn Orten stehen insgesamt auf dem Programm der 24. Silbermann-Tage. Ab 1. Mai 2021 können Tickets reserviert werden.

Schirmherr der Silbermann-Tage ist auch 2021 wieder Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Die Silbermann-Tage werden Sachsen in der Welt strahlen lassen. Nach einer langen und entbehrungsreichen Zeit freuen wir uns auf ein ganz besonderes Festival und werden es gemeinsam feiern. Mit einem Motto wie es treffender für diese Zeit und unsere Gefühle kaum sein könnte.“

Das Festival wird in diesem Jahr auch online deutlich stärker präsent sein, als bisher. Die Kampagne „So geht sächsisch“ unterstützt im Rahmen eines Kooperationsvertrages verschiedene Videoformate und Livestreams. So sollen u.a. das Eröffnungskonzert und das Finale des Orgelwettbewerbs weltweit live im Internet übertragen werden.

Festivalprogramm 2021

Trotz der komplizierten Lage ist es dem Künstlerischen Leiter der Silbermann-Tage, Domorganist Albrecht Koch, wieder gelungen, hochkarätige internationale Künstlerinnen und Künstler nach Freiberg und in die Region zu holen.

„Wir alle, Publikum und Künstler, dürsten in diesen Monaten nach Kultur“, sagt der Künstlerische Leiter der Silbermann-Tage, Domorganist Albrecht Koch. „Gemeinsam mit all denen, die bei uns musizieren wollen, kann ich sagen: Wir wollen dieses Festival und werden es durchführen – als ein Zeichen der Hoffnung und ein Streicheln unserer Seelen, für die Menschen wie auch für uns selbst.“

Zentrales Anliegen der Silbermann-Tage war es von Anfang an, Brücken zu schlagen und scheinbare Gegensätze zu verbinden: Historisch authentischen Aufführungen stehen moderne Interpretationen gegenüber, kleine und intime Formate gibt es ebenso wie opulente und groß besetzte Konzerterlebnisse. Unter den Künstlerinnen und Künstlern sind renommierte Größen wie der Cembalist Mahan Esfahani, der GewandhausChor oder Flautando Köln. Dazu kommen junge aufstrebende Musiker:innen wie das polnische {oh!} Orkiestra Historyczna, das ensemble continuum um Elina Albach und der Gewinner des Internationalen Silbermann-Orgelwettbewerbs 2019 Laurens de Man. Die Jury des Wettbewerbs 2021 unter dem Vorsitz von Albrecht Koch ist wieder international hochrangig besetzt und versammelt Orgelspezialist:innen aus fünf Ländern, darunter den US-Amerikaner Nathan Laube. Die Jurymitglieder sind alle auch selbst in Konzerten zu erleben.

Die Silbermann-Tage wollen sich noch mehr öffnen und mit neuen Formaten ein breiteres Publikum erreichen. So sollen am 4. September bei freiem Eintritt unter dem Motto „Wir zusammen. Heimat//Fest“ auf dem Freiberger Schloßplatz die Generationen zusammenkommen. Zuerst beim Familienfest und am Abend bei den „Alehouse Sessions“ zu Barock & Bier mit Barocksolistene aus Norwegen. Feinsinniger Humor ist garantiert, wenn Stefan Schwarz in einer Lesung gemeinsam mit Albrecht Koch an der Orgel die Corona-Zeit reflektiert: „Wann, wenn nicht jetzt, wäre die Zeit, klöppeln zu lernen?

» zum Programm

» Informationen zur Buchung

Langjähriges Engagement von Förderern und Partnern

Voraussetzung für ein Festival auf solch hohem Niveau ist das Engagement zahlreicher Förderer und Partner. Zu den langjährigen Unterstützern der Silbermann-Tage zählt die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und der Sparkasse Mittelsachsen. „Die Silbermann-Tage 2021 unterstreichen in einzigartiger Weise – sowohl mit ihrer musikalischen Programmauswahl als auch durch Gottfried Silbermanns Instrumente – die enorme kulturelle und wirtschaftliche Innovationskraft Sachsens, die aus der Verbindung regionaler Traditionen und Ressourcen mit überregionalen Impulsen und Expertise auf internationaler Ebene entsteht,“ so Prof. Hans-Ferdinand Schramm, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelsachsen. „Gerade in der aktuellen Zeit können sie Anregung und Ermunterung sein.“

Gottfried Silbermann und die Silbermann-Tage

Seit mehr als 40 Jahren schaffen die Silbermann-Tage den Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne und verbinden Generationen von Musik- und Orgelfreunden in aller Welt. 1978 waren sie in einem einzigartigen Kraftakt gemeinsam von Staat und Kirche begründet worden. 1993 wurde erstmals der Internationale Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb ausgerichtet. Heute haben sich die Silbermann-Tage zu einem renommierten Orgelfestival mit internationaler Strahlkraft entwickelt, das zugleich für eine tiefe Verwurzelung in der Region und Geschichte, aber auch den Mut zu innovativen Formaten und Grenzgängen steht.

Gottfried Silbermann (1683 – 1753) war einer der bedeutendsten deutschen Orgelbaumeister. Seine Instrumente ziehen bis heute Orgel- und Musikfreunde aus aller Welt in ihren Bann. Der besondere „silberne“ Klang und die Verbindung der elsässischen und mitteldeutschen Orgelbauweise machten Silbermanns Werk einzigartig und stilbildend. Die Silberstadt Freiberg wurde mit Gottfried Silbermann zum Zentrum des sächsischen Orgelbaus und Herz einer Orgellandschaft, die ihresgleichen sucht. In seiner Werkstatt am Freiberger Schloßplatz, die heute eine Ausstellung zur Orgelbaukunst beherbergt, schuf Silbermann gemeinsam mit seinen Mitarbeitern und Schülern neben 45 Orgeln auch mehr als 200 besaitete Tasteninstrumente.

Pressefotos


Fotos 1 – 3: Wieland Josch