Ponitz

Orgel von 1737

Foto: Michael Lange

Auftraggeber war die Patronatsherrschaft: Carl August Edler von der Planitz, Dorothea Elisabeth verw. von Schönberg geb. von Zehmen und Christiane Sibylle Edle von der Planitz geb. von Zehmen. Die im Kontrakt vom 14. September 1734 vereinbarte Disposition wurde von Silbermann, zum Teil in Abstimmung mit den Vertragspartnern, mit mehreren Ergänzungen ausgeführt. Im November 1737 konnte die Orgel übergeben und geweiht werden. 1782 baute Johann Wolfgang Müller, Kraftsdorf, ein Glockenspiel nach dem Vorbild der Altenburger Schlosskirchenorgel ein. Änderungen beschränkten sich auf das Herstellen gleichschwebender Temperatur durch Friedrich Wilhelm Trampeli 1828 und den Einbau einer Pedalkoppel durch Richard Kreutzbach 1884. Ab 1936 betreute das Werk die Firma Hermann Eule, Bautzen, die 1984 eine umfangreiche Restaurierung durchführte.

DISPOSITION (II/27)

HAUPTWERK, I. MANUAL
(C, D – c³)

Bourdun 16 F.
Principal 8 F.
Viol di Gambe 8 Fuß.
Rohr=Flöthe 8 F.
Octava 4 Fuß.
Spitz=Flöthe 4 F.
Qvinta 3 Fuß.
Octava 2 F.
Tertia (13/5’)
Cornett (3fach ab c¹)
Mixtur 4 fach.

OBERWERK, II. MANUAL
(C, D – c³)

Principal 8 F.
Gedackt 8 Fuß.
Quintadehn 8 Fuß.
Octava 4 F.
Rohr=Flöthe 4 F.
Nassat 3 F.
Octava 2 F.
Gemßhorn 2 F.
Qvinta 1½ F.
Suffloeth 1 F.
Sesquialtera (4/5’ ab c¹ 13/5’)
Cimbel 2 fach.
Vox humana. (8’)
– Glockenspiel (seit 1782)

PEDAL (C, D – c¹)

Princip.-Bass 16Fuß.
Octav-Bass 8Fuß.
Posaunen-Bass 16Fuß.

NEBENREGISTER

Tremulant (Hauptwerk)
Schwebung (Tremulant Oberwerk)
Schiebekoppel II/I
Pedal-Koppel
Balgglocke

Stimmtonhöhe

Chorton, gegenwärtig 463 Hz

Stimmung

gegenwärtig gleichstufig

Quelle 2007: Frank-Harald Greß „Die Orgeln Gottfried Silbermanns“