Rötha – Georgenkirche

Orgel von 1721

 

Foto: Michael Lange

Die Orgel entstand im Auftrag des Kirchenpatrons Christian August Freiherr von Friesen. Sie konnte im November 1721 von Thomaskantor Johann Kuhnau, Leipzig, und Hoforganist Gottfried Ernst Bestel, Altenburg, geprüft und eingeweiht werden. 1796 baute Johann Gottlieb Ehregott Stephani, Leipzig, eine Pedalkoppel ein. 1832 stimmte Urban Kreutzbach, Borna, die Orgel gleichschwebend. Bei einer Restaurierung 1935 durch die Firma Eule, Bautzen, wurden wegen Holzwurmbefalls viele Holzpfeifen neu gefertigt und die Keilbälge durch ein modernes Gebläse ersetzt. 1979/80 erneuerte die gleiche Firma das Instrument nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten, behielt jedoch das Gebläse und die veränderte Stimmungsart bei.

 

DISPOSITION (II/23)

HAUPTWERK (C, D – c³)

BORDUN. 16.Fuß.
PRINCIPAL. 8.Fuß.
Rohr„Flöte. 8.Fuß.
OCTAVA. 4.Fuß.
Spitz„Flöte. 4.Fuß.
QUINTA. 3.Fuß.
OCTAVA. 2.Fuß.
CORNET. (3fach, ab c¹)
MIXTUR. (3fach)
Cÿmbeln. (2fach)

OBERWERK

Gedackt. 8.Fuß.
QUINTADENA. 8.Fuß.
PRINCIPAL. 4.Fuß.
Rohr„Flöte 4.Fuß.
Nasat. 3.Fuß.
OCTAVA. 2.Fuß.
TERTIA. (1 3/5’)
QUINTA. 1 ½.Fuß.
SIFFLET. 1.Fuß.
MIXTUR. (3fach)

PEDAL (C, D – c¹)

PRINCIPAL„Bass. 16.Fuß.
Posaune. 16.Fuß.
Trommete. 8.Fuß.

NEBENREGISTER

TREMULANT
(Schiebekoppe II/I)
PEDALKOPPEL (I/P)

Stimmtonhöhe

Chorton, gegenwärtig 464,9 Hz/a¹

Stimmung

seit 1832 gleichstufig

Quelle 2007: Frank-Harald Greß „Die Orgeln Gottfried Silbermanns“