Ticketverkauf für die Silbermann-Tage 2025 hat begonnen

Im Herzen Europas gelegen, war und ist Sachsen ein Schmelztiegel unterschiedlichster Kulturen, musikalischer Einflüsse und handwerklicher Traditionen. Schon Gottfried Silbermann erkannte vor über 300 Jahren dieses Potenzial und schuf aus der elsässischen und mitteldeutschen Orgelbauweise einen ganz neuen „silbernen“ Klang, der bis heute seinesgleichen sucht. Der Klang Europas steht nun auch im Mittelpunkt der nächsten Silbermann-Tage vom 5. – 14. September 2025. Als Partner der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 spürt das Festival vielfältigen Verbindungen nach und feiert Europa als vielfältige Kulturregion und Ort des Austauschs und des Miteinanders. Der Ticketverkauf hat begonnen.

Festivalprogramm baut Brücken

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„Mit dem European Union Baroque Orchestra – einem Projekt für herausragende Nachwuchstalente aus der ganzen EU – eröffnet ein Ensemble die Silbermann-Tage, das selbst den europäischen Gedanken verkörpert und gleichzeitig für das steht, was uns als Festivalmacher besonders am Herzen liegt: Konzerte von, mit und für junge Menschen“, so der Künstlerische Leiter der Silbermann-Tage und Präsident der Silbermann-Gesellschaft, Domorganist Albrecht Koch. „Daher wird das European Union Baroque Orchestra am ersten Festivalwochenende gleich zweimal zu erleben sein.“ Spannun

g verspricht die Zusammenarbeit mit dem Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf beim Eröffnungskonzert „Europa tanzt“. In einer bisher nicht dagewesenen Kombination von Musik und Industriekultur eröffnen die Silbermann-Tage 2025 nicht nur in einem ungewöhnlichen Ambiente, sondern auch an der einstigen Lebensader der Industrie, der Bahnstrecke Dresden-Chemnitz-Plauen. Wie an einer Perlenschnur reiht sich hier bis heute Silbermann-Orgel an Silbermann-Orgel. In Oederan, einem Haltepunkt an dieser historischen Bahnstrecke, heißt es „Singt Bach!“, wenn zahlreiche sächsische Jugendchöre gemeinsam mit Solisten und dem European Union Baroque Orchestra auf der Bühne stehen.

Bei den Silbermann-Tagen stehen international renommierte Künstler wie Enrico Onofri oder Bert van den Brink neben regional verwurzelten Akteuren wie Tom Pauls oder der Mittelsächsischen Philharmonie. Mit Sebastian Heindl, Organist an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin, kehrt ein Preisträger des Internationalen Orgelwettbewerbs 2021 zu den Silbermann-Tagen zurück. Beim Open Air im Freiberger Schlosshof präsentiert er gemeinsam mit der Mittelsächsischen Philharmonie „Symphonische Magie: Vier Gesichter einer Orgel“. Das Doppelkonzert „Klangbrücke Silbermann“ verbindet den Freiberger Dom und die Kirche Saint-Thomas in Straßburg via Livestream – eine Rem

iniszenz an die historische Verbindung der Orgelbauerfamilie Silbermann. Zum ersten Mal ist 2025 ein Jazzprogramm an der Orgel Teil der Silbermann-Tage. Der niederländische Jazzpianist und -organist Bert van den Brink, der schon mit Dee Dee Bridgewater oder Chet Baker auf der Bühne stand, kommt mit seinem jungen Trompetenpartner Ruben Drenth nach Forchheim im Erzgebirge. Das Abschlusskonzert, das auch Preisträgerkonzert des internationalen Orgelwettbewerbs, wird diesmal der renommierte Knabenchor Hannover gestalten.

Neben großen und aufwändigen Konzerten wird es auch wieder kleine Formate geben, die unkompliziert und niedrigschwellig dazu einladen, Musik und Kunst zu erleben. So sind beim PURPLE PATH Soundtrack bereits ab Mitte August insgesamt zehn Kurzkonzerte mit professionelle Musiker:innen, aber auch Musikschüler:innen der Region entlang des Kunst- und Skulpturenwegs geplant. Ein Familienfest ist ebenso wieder im Programm, wie eine musikalische Lesung – diesmal mit Sachsen-Legende Tom Pauls.

Internationaler Orgelwettbewerb

Für den XVII. Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb, der parallel zum Musikfestival stattfindet, können sich noch bis 30. April 2025 junge Organist:innen aus aller Welt bewerben. Er zählt zu den renommiertesten Orgelwettbewerben und bietet

den Teilnehmenden die einmalige Gelegenheit, ihr Können an den wertvollen historischen Barockorgeln Gottfried Silbermanns unter Beweis zu stellen. Auch der Wettbewerb steht im Zeichen der Kulturhauptstadt: Zum ersten Mal wird mit dem Preis des PURPLE PATH ein Publikumspreis verliehen, gestiftet vom Verein FreundInnen der Europäischen Kulturregion Chemnitz 2025 e. V.

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Langjähriges Engagement von Förderern und Partnern

Verlässliche und langjährige Partnerschaften sind das Fundament, das die Silbermann-Tage trägt. Nur dank des Engagements ihrer Förderer ist die Silbermann-Gesellschaft in der Lage, erneut ein Musikfestival auf solch hohem Niveau zu veranstalten. Ein ganz besonderer Dank gilt dabei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und der Sparkasse Mittelsachsen.

„Mit einer einzigartigen Verbindung aus Musik und Industriekultur, international renommierten Ensembles und herausragenden Nachwuchstalenten, modernen Veranstaltungsformaten und besonders zahlreichen Angeboten für junge Menschen holen die diesjährigen Silbermann-Tage den Klang Europas nach Mittelsachsen,“ so Prof. Hans-Ferdinand Schramm, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelsachsen. „Wir engagieren uns dafür, dass dieses Festivalprogramm für unsere Region möglich wird und freuen uns gemeinsam mit dem Publikum auf faszinierende Kulturerlebnisse.“

Gottfried Silbermann und die Silbermann-Tage

Seit 47 Jahren schaffen die Silbermann-Tage den Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne und verbinden Generationen von Orgelfreunden in aller Welt. 1978 waren sie in einem einzigartigen Kraftakt gemeinsam von Staat und Kirche begründet worden. 1993 wurde erstmals der Internationale Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb ausgerichtet. Heute haben sich die Silbermann-Tage zu einem renommierten Orgelfestival mit internationaler Strahlkraft entwickelt, das zugleich für eine tiefe Verwurzelung in der Region und Geschichte, aber auch den Mut zu innovativen Formaten und Grenzgängen steht.

Gottfried Silbermann (1683 – 1753) war einer der bedeutendsten deutschen Orgelbaumeister. Seine Instrumente ziehen bis heute Orgelfans aus aller Welt in ihren Bann. Die Silberstadt Freiberg wurde mit Gottfried Silbermann zum Zentrum des sächsischen Orgelbaus und Herz einer Orgellandschaft, die ihresgleichen sucht. In seiner Werkstatt am Freiberger Schloßplatz, die heute eine Ausstellung zur Orgelbaukunst beherbergt, schuf Silbermann gemeinsam mit seinen Mitarbeitern und Schülern neben 45 Orgeln auch mehr als 200 besaitete Tasteninstrumente.

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